FTP-Server

Für die Datenlieferung stellt die SQR-BW einen FTP-Server zur Verfügung, auf den Notarztstandorte, Rettungswachen und Leitstellen ihre Daten gesichert übertragen können. Um diesen Weg der Datenübertragung nutzen zu können, ist eine Registrierung erforderlich, in der eine Projekt-ID mit Benutzerkennung und Passwort zugewiesen wird. Ausführliche Hinweise zum Ablauf der Datenlieferung erhalten Sie hier.

Wenn Sie erstmalig MIND3.1 Daten liefern, nutzen Sie dafür bitte wie gewohnt den Ordner „mind3bw“. Daraufhin wird von uns die Umstellung durchgeführt, nach der Sie beim zukünftigen Einwählen auf den FTP-Server automatisch in den Ordner „MIND3.1“ gelangen. Eine Ordnerauswahl Ihrerseits ist daher nicht nötig. Zur Begrenzung des Datenvolumens, sollten die Zeitintervalle nicht zu groß sein, idealerweise monatlich.

Beachten Sie bitte folgende Namenskonvention:

<MIND-TYP>_<JAHR>_<Projekt-ID>_<Freitext>.xml


Wenn zum Beispiel ein Notarzt-Standort mit Projekt-ID „12345“ eine Datei mit MIND3.1 Daten aus dem 1. Quartal 2017 liefert, kann diese wie folgt benannt werden:

MIND31_2017_12345_LieferungQ1.xml

Mit dem Import wird bereits eine erste Prüfung der Daten durchgeführt, deren Ergebnis als direktes Feedback an die liefernden Standorte sowie die Hersteller der Dokumentationssysteme zurückgemeldet wird.

Beachten Sie bitte folgende Namenskonvention für Leitstellendatenlieferungen:

<SQR-LST>_<XXX>.csv

Der Dateiname beginnt immer mit dem Präfix „SQR-LST_XXX“ und endet mit der Extension „.csv“. Nach dem Präfix kann jede beliebige, für Dateinamen gültige Zeichenfolge verwendet werden. Die Platzhalter XXX ist für den Landkreis der abliefernden Leitstelle (KFZ-Kennzeichen) vorgesehen.
 

Auswertungen

Die Beteiligten am Rettungsdienst erhalten halbjährlich Auswertungen in unterschiedlichen Differenzierungsgraden und Auswertungsebenen, in denen die landesweiten Berechnungen durch die Ebenen der Rettungsdienstbereiche, Rettungsdienstorganisationen und Leitstellen bzw. Notarztstandorte/Rettungswachen ergänzt werden. Die Empfänger dieser Auswertungen bekommen die Ergebnisse im Rahmen ihrer Zuständigkeiten und Aufgaben in der jeweils erforderlichen Auswertungsebene zur Verfügung gestellt. Ein Bezug zu einzelnen Personen, wie z. B. Patienten oder Einsatzkräften, ist jedoch grundsätzlich ausgeschlossen.

Prüfungen und Validierung

Die SQR-BW empfängt von 34 Leitstellen, rund 170 Notarztstandorten und zukünftig etwa 270 Rettungswachen Daten über alle durchgeführten Notfalleinsätze. Diese Daten gehen als Rohdaten in die Indikatorauswertung ein und liegen in einem, je nach Quelle, vorspezifizierten Format, das durch die SQR-BW erarbeitet/entwickelt und veröffentlicht wurde, vor. Über die Leitstellenauftragsnummern können Daten verschiedener Quellen miteinander verknüpft werden. Für das Jahr 2015 stehen der SQR-BW insgesamt 2,35 Millionen Leitstellendatensätze und mehr als 220.000 Notarztdatensätze im Format MIND3BW zur Auswertung zur Verfügung; die Übermittlung von Rettungswagendatensätzen erfolgte noch probeweise im Rahmen eines Pilotprojektes.
Bereits bei der Datenentgegennahme wird vor dem Import in die Oracle-Datenbank eine standardisierte formale und inhaltliche Prüfung durchgeführt, sodass implausible Dateninhalte oder systematische Fehler unmittelbar nach der Lieferung erkannt und den Standorten bzw. Herstellern der Dokumentationssysteme zur Korrektur zurückgemeldet werden. Nach dem Einlesen der Daten in einen R-Workspace werden diese aufbereitet und bereinigt (Datenaufbereitung). Dabei werden weitere Felder angelegt, deren Werte aus den bestehenden Feldinhalten oder aus den Stammdaten abgeleitet bzw. zugeordnet werden. Im Anschluss erfolgt die Verknüpfung der Datenquellen über die Leitstellenauftragsnummern, wobei weitere Verknüpfungskriterien (identisches Einsatzdatum, gleiches Rettungsmittel, etc.) erfüllt sein sollen, damit ein Datensatz als eindeutig verknüpft gilt. Danach werden die inhaltlichen Auffälligkeiten statistisch erfasst (Datencheck) und die Indikatorauswertung gestartet. Hier kommen Rechenregeltabellen zur Anwendung, die technisch die inhaltliche Beschreibung des Indikators über den Falleinschluss, Indikatorkriterien und Subgruppenanalyse umsetzen.