RTW

Im Jahr 2018 haben 231 Rettungswachen insgesamt ca. 550.000 Datensätze (inklusive Testdaten) an die SQR‐BW geliefert. Da RTW neben Notfalleinsätzen auch Krankentransporte durchführen, müssen diese für die korrekte Ermittlung der Vollzähligkeit ebenfalls berücksichtigt werden. 2018 wurden jedoch nur von sehr wenigen Rettungsdienststandorten entsprechende Datensätze geliefert.

Aufgrund erheblicher Mängel der Datenqualität, werden aus den RTW-Daten noch keine Qualitätsindikatoren berechnet, sondern es wird zunächst ein akzeptables Niveau der Dokumentations- und Datenqualität angestrebt. Zu deren stetiger Verbesserung steht die SQR-BW im engen Austausch mit den Herstellern der Dokumentationslösungen und den Landesverbänden der Rettungsdienstorganisationen. Quartalsweise werden auffällige Ergebnisse der Datenprüfung zurückgemeldet. Viele Defizite konnten so bereits beseitigt werden. Verschiedene Fehler in der Datenerfassung und -übertragung beeinflussen die Verwertbarkeit und Aussagekraft der RTW-Daten jedoch weiterhin.

Zu den größten Herausforderungen zählt nach wie vor die korrekte Übermittlung der Auftragsnummer im dafür vorgesehenen Feld „Primärschlüssel“. Dies ist u. a. zwingende Voraussetzung für die Verknüpfung mit anderen Datenquellen. Darüber hinaus ist die Trennung von RTW- und Notarztdokumentation, insbesondere bei situativen Kompaktsystemen (z. B. notarztbegleitete Verlegungen ohne NEF, Hintergrund-Notarztsysteme ohne eigene Dokumentationslösung) erforderlich. Neben für die SQR-BW zum Teil schwer erkennbaren Fehlern bei der Datenverarbeitung und Datenübertragung, wird die Datenqualität insbesondere durch eine sach- und situationsgerechte Dokumentation der Nutzerinnen und Nutzer bestimmt, die jedoch eines organisationsinternen Monitorings bedarf.