Gestufter Dialog

Die Arbeit der SQR-BW verfolgt das Ziel, die Qualität im Rettungsdienst von Baden-Württemberg zu sichern und kontinuierlich zu verbessern. Um wichtige Erkenntnisse zur Ergebnisbewertung der Qualitätsindikatoren zu erhalten (z. B. nicht berücksichtigte Einflussfaktoren) und Qualitätsmängel letztendlich als solche zu erkennen, muss auffälligen Ergebnissen nachgegangen werden. Weiterhin sollen unter Einbindung von Fachexperten in diesem mehrstufigen Verfahren auch gezielte Maßnahmen zur Qualitätsverbesserungen eingeleitet und damit Hilfestellung gegeben werden.

Die Qualitätsindikatoren werden von der SQR-BW nach Validierung und Aufbereitung der Daten gemäß den veröffentlichten Datenblättern berechnet. Bei zur Bewertung vorgesehenen Qualitätsindikatoren werden Ergebnisse außerhalb eines indikatorspezifischen Zielbereichs der potentiellen Ursachensuche unterzogen. Sollten sich Hinweise auf Qualitätsmängel ergeben, unterstützen Experten gezielt bei der Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen.

Für 2016 werden drei Indikatoren bewertet:
 
     5-1 Kapnometrie bzw. Kapnographie bei Intubation
  5-2 Standardmonitoring bei Notfallpatienten
  5-3 Blutzuckermessung bei Bewusstseinsstörung
Gestufter Dialog
Detaillierte Informationen zu Auslösung, Ablauf und Abschluss des gestuften Dialogs finden Sie in unserer Infothek unter Gestufter Dialog.pdf.

Die Leitstellen-, Notarzt- und RTW-Daten müssen der SQR-BW hierfür gemäß der jeweiligen Datensatzspezifikation in elektronischer Form vorliegen. Die Datenentgegennahme endet in der Regel sechs Wochen nach Ende des Jahres der Datenerfassung. Nicht fristgerechte oder nur anteilige Datenlieferungen lösen auch den gestuften Dialog aus (→ Vollzähligkeit).

Die Ergebnisse des gestuften Dialogs werden im jährlich erscheinenden Qualitätsbericht der SQR-BW sowie dem Landesausschuss für den Rettungsdienst berichtet.
 
OTA Prof. Dr. med. Matthias Helm
Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Bundeswehrkrankenhaus
Ulm

Dr. med. Albrecht Henn-Beilharz
Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
Katharinenhospital
Stuttgart
 
Dr. med. Frank Koberne
Kompetenzzentrum Notfallmedizin
St. Josefskrankenhaus
Freiburg

Dr. med. Martin Messelken
MIND3-Autor
Bad Boll

Prof. Dr. med. Erik Popp
Klinik für Anästhesiologie
Sektion Notfallmedizin
Universitätsklinikum
Heidelberg

Dr. med. Michael Schulze
Landesärztekammer Baden-Württemberg
Stuttgart

Anmerkung: Zunächst wird der gestufte Dialog mit notärztlichen Indikatoren begonnen. Der weitere Ausbau folgt sukzessive, auch für nicht-ärztliche bzw. nicht-medizinische Indikatoren. In diesem Zusammenhang werden weitere Fachgruppenmitglieder einbezogen.